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Vía Verde del AceiteEin TagMit dem RadAlifates — CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons)

Vía Verde del Aceite

Jaén → Alcaudete

Fünfundfünfzig Kilometer mit dem Rad von der Stadt Jaén bis zur Eisenbrücke über den Guadajoz, auf der Trasse des alten Olivenölzugs. Ein endloses Meer von Olivenbäumen, neun Stahlviadukte, entworfen von Eiffels Schülern, Geisterbahnhöfe im Nirgendwo und der Geruch der Ölmühlen in der Luft. Der höchste Punkt liegt bei Martos, auf 650 Metern und Kilometer 23: Von dort geht es fast durchweg bergab. Hinweise: Die Strecke ist linear, die Rückfahrt muss also organisiert werden. Es gibt zwei Tunnel und neun Stahlviadukte; die Viadukte sind schmal und kaum seitlich gesichert — langsam überqueren und mit Kindern absteigen. Die Route ist nicht durchgehend flach: Von Jaén steigt sie sanft bis Martos bei Kilometer 23, dem höchsten Punkt auf 650 Metern, und fällt von dort fast ununterbrochen ab. Schatten gibt es kaum: Die Sommerhitze in Jaén ist ernst zu nehmen, nimm reichlich Wasser mit und meide die Mittagsstunden. Mehrere Bahnhöfe sind mit Rastplätzen und Unterkunft hergerichtet. Prüfe vor der Fahrt den Zustand der Route.

55 km1 etappenMittelBeste Jahreszeit: Otoño, invierno y primavera. El verano en Jaén es muy duro y prácticamente no hay sombra en todo el recorrido. En invierno, además, coincide con la campaña de la aceituna y el olivar está lleno de vida.

Etappe 1 · Jaén → Alcaudete

55 km5 h2/5

Radtour von Jaén nach Alcaudete auf dem Grünweg, über Torredelcampo, Torredonjimeno, Martos und die großen Stahlviadukte über Víboras und Guadajoz.

Sehenswertes

Start

Las Fuentezuelas

Praktisch / Start

Die Route beginnt am Sportkomplex Las Fuentezuelas, mitten in der Stadt Jaén. Von hier taucht die Trasse gleich in die Olivenhaine ein und verlässt sie nicht mehr.

Tipp

Ab Jaén steigt die Strecke dreiundzwanzig Kilometer sanft bis Martos. Nicht hart, aber gut zu wissen: Der bequeme Teil kommt danach.

Die Viadukte der Eiffel-Schüler

Geschichte / Ingenieurwesen

Neun Stahlviadukte zwischen siebzig und zweihundertvierundzwanzig Metern, Ende des 19. Jahrhunderts errichtet und entworfen von den Franzosen Daydé und Pillé, Schülern Eiffels. Prächtige Beispiele genieteter Architektur, die heute als Aussichtspunkte über die Olivenhaine dienen.

Tipp

Langsam überqueren: Sie sind schmal und kaum seitlich gesichert. Und achte auf die Nieten, die jedes Teil zusammenhalten: So baute man mit Eisen, bevor es das Schweißen gab.

Martos und sein FelsenBatacianagas — CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons)

Martos und sein Felsen

Kulturerbe / Höchster Punkt

Bei Kilometer 23, unterhalb des imposanten Peña de Martos, der sich dreihundertfünfzig Meter über den Ort erhebt. Es ist zugleich der höchste Punkt des Grünwegs auf 650 Metern: Hier endet der Anstieg und beginnt die praktisch ununterbrochene Abfahrt bis zum Guadajoz.

Tipp

Der Felsen dient als Höhenmarke: Wenn er über dir steht, hast du es geschafft. Ab hier geht es bergab.

Bahnhof Vado-JaénVeinticuatro de Jahén — CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons)

Bahnhof Vado-Jaén

Geschichte / Geisterbahnhof

Bei Kilometer 37 ein einsamer Bahnhof, über sieben Kilometer vom nächsten bewohnten Ort entfernt. Er wurde nicht für ein Dorf gebaut, sondern schlicht, damit sich Züge begegnen konnten. Selbst der Name ist künstlich: Er entspricht keinem Flurnamen der Gegend.

Tipp

Einer jener Orte, die nur Sinn ergeben, wenn man in Zügen denkt. Heute Rastplatz — und seine Einsamkeit ist immer noch das beste Argument anzuhalten.

Viadukt über den Río Víboras

Kulturerbe / Viadukt

Bei Kilometer 42, zweihundertvierundzwanzig Meter lang und achtzig Meter über dem Víboras-Tal: das längste Viadukt der Route und ein außergewöhnlicher Aussichtspunkt. Zu seinen Füßen steht eine weit ältere Brücke mit einem einzigen Rundbogen, und flussabwärts liegt La Muela, ein aufgelassener Schotterbruch, der die Bahnlinie selbst belieferte.

Tipp

Die beiden Brücken zusammen erzählen die ganze Geschichte: der Steinbogen, um den Fluss zu queren, und achtzig Meter darüber das genietete Eisen, damit man nie mehr hinuntermuss.

Laguna HondaVeinticuatro de Jahén — CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons)

Laguna Honda

Natur / Naturschutzgebiet

Bei Kilometer 50,5 ein Naturschutzgebiet, das die Monotonie der Olivenhaine durchbricht. Hinter Alcaudete wandelt sich die Landschaft: Mediterrane Macchia taucht auf, mit Steineichen, Ginster, Weißdorn und alten Mandelbäumen.

Tipp

Der beste Ort der Route für Wasservögel. Und der Moment, in dem der Olivenhain nicht mehr das Einzige ist, was man sieht.

Viadukt über den Río Guadajoz

Kulturerbe / Viadukt

Bei Kilometer 54,5 das Ende der Route und ihr Meisterwerk: ein zweihundert Meter langes Fachwerk auf zwei gelenkigen Pfeilern aus Stein und Eisen. Der offizielle Führer des Grünwegs sagt es unumwunden: langsam hinüberfahren, nicht weil es gefährlich wäre, sondern weil man ein solches Werk fast ehrfürchtig queren sollte.

Tipp

Hier endet der Abschnitt von Jaén. Auf der anderen Seite läuft die Trasse als Grünweg der Subbética weiter Richtung Córdoba: weitere achtundfünfzig Kilometer, falls du Lust bekommst.

Alle Etappen sind in der App, mit Karte und Höhenprofil, den Sehenswürdigkeiten samt Tipp und der Möglichkeit, sie für unterwegs ohne Empfang zu speichern.

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