Start › Fernwanderwege › Ordesa-Tal › 1 Tag · anspruchsvoller Rundweg

Senda de los Cazadores und Faja de PelayEin TagZu FußManu Sánchez — CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons)

Senda de los Cazadores und Faja de Pelay

Pradera de Ordesa

Dieselbe Schönheit, von oben gesehen. Die Senda de los Cazadores steigt steil bis knapp unter zweitausend Meter, und von dort zieht die Faja de Pelay auf halber Höhe als natürliches Band durchs Tal, die Wände Ordesas gegenüber, der Arazas tausend Meter tiefer. Der Abschluss führt über die Cola de Caballo und den Soaso-Weg hinab. Einundzwanzig Kilometer und über tausend Höhenmeter: doppelt so fordernd wie die klassische Route und nicht die erste, die man hier gehen sollte. Wichtige Hinweise. Das Tal hat ein Limit von 1.800 Personen gleichzeitig: Ist diese Zahl erreicht, wird der Busbetrieb eingestellt, und ein Ticket berechtigt dann nicht zur Fahrt — im August lohnt es sich daher, früh da zu sein. In der Sperrzeit fährt man mit dem Bus ab Torla, alle 15 bis 20 Minuten, Fahrzeit rund zwanzig Minuten; außerhalb der Saison kann man bis zur Pradera fahren. Hunde müssen stets angeleint sein und im Bus in einer Box im Laderaum reisen, gegen Gebühr und mit begrenzten Plätzen. Auf den Wegen gibt es bewusst keine Abfalleimer: Was du mitbringst, nimmst du wieder mit. Traue dem Bachwasser nicht, es kann durch Vieh verunreinigt sein — nimm mit, was du brauchst. Im Park sind Feuer, das Sammeln von Pflanzen, Tieren, Mineralien oder Gestein und das Radfahren auf gesperrten Pfaden verboten. Prüfe vor der Anreise die aktuellen Fahrpläne und Bedingungen.

21.2 km1 etappenMittel+1064 m / −1069 mBeste Jahreszeit: De abril a octubre. El otoño en los hayedos es espectacular; en verano hay calor y masificación. En invierno el acceso y la propia ruta cambian por completo.Rundweg

Etappe 1 · Torla-Ordesa → Torla-Ordesa

21.2 km8 h5/5

Rundweg ab der Pradera: hinauf über die Senda de los Cazadores, quer über die Faja de Pelay auf halber Höhe und hinab durch das Kar von Soaso und die Cola de Caballo.

Höhenprofil

↑ 1064 m ↓ 1069 m

Sehenswertes

Pradera de OrdesaStartEigernordwand — CC BY-SA 3.0 (Wikimedia Commons)

Pradera de Ordesa

Praktisch / Zufahrt

Der Ausgangspunkt fast aller Routen im Tal, auf rund 1.300 Metern. In der Sperrzeit kommt man mit dem Bus aus Torla; außerhalb der Saison kann man hinauffahren, die Plätze sind aber begrenzt.

Tipp

Brich vor 8:30 Uhr auf: Du gehst ruhiger, findest in Torla einen Parkplatz und siehst die Gradas de Soaso ohne Gedränge. Fahrpläne vorab auf ordesabus.com prüfen.

Senda de los CazadoresManuel Velazquez — CC BY 3.0 (Wikimedia Commons)

Senda de los Cazadores

Natur / Aufstieg

Der harte Anstieg: fast siebenhundert Höhenmeter auf wenig mehr als zwei Kilometern, über einen steilen Pfad, der vom Talboden bis knapp unter zweitausend Meter hinaufführt.

Tipp

Es ist der anstrengendste Teil des Tages und kommt gleich am Anfang: Teile dich vom ersten Schritt an ein. Bei Zweifeln an der Kondition besser die Cola-de-Caballo-Variante.

Faja de PelayLBM1948 — CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons)

Faja de Pelay

Natur / Felsband

Ein natürliches Band, das das Tal auf halber Höhe fast eben durchquert, mit den Wänden Ordesas gegenüber und dem Arazas tausend Meter tiefer. Die Fajas sind waagrechte Felsbänder, von der Erosion herausgearbeitet: Hier geht man kilometerlang auf einem davon.

Tipp

Das ist der Grund für den Aufstieg über die Cazadores: das ganze Tal zu Füßen, fast auf der gesamten Strecke. Spare Handyakku.

Circo de Soasorheins — CC BY 3.0 (Wikimedia Commons)

Circo de Soaso

Natur / Gletscherkar

Nach den Gradas verschwinden die Bäume und man betritt das Kar von Soaso, ein U-förmiges Gletschertal, umringt von senkrechten Wänden und Dreitausendern. Der Maßstab des Ortes überwältigt: Man fühlt sich winzig.

Tipp

Der Abschnitt durchs Kar ist flach — eine Erholung für die Beine nach dem Anstieg. Weit vorn zeichnet sich ein senkrechter weißer Streifen ab: dein Ziel.

Wasserfall Cola de CaballoNatalia Mostova — CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons)

Wasserfall Cola de Caballo

Natur / Wasserfall

Das Ziel, auf 1.800 Metern. Das Wasser gleitet über eine polierte Felswand und fächert sich weiß auf wie ein Pferdeschweif — daher der Name.

Tipp

Von hier steigen manche weiter zur Góriz-Hütte, um den Monte Perdido zu besteigen, aber das ist eine andere Tour. Der Rückweg zur Pradera dauert etwa zweieinhalb Stunden.

BuchenwaldDiego Lavin Marin — CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons)

Buchenwald

Natur / Buchenwald

Ein jahrhundertealter Buchenwald, der an heißen Tagen Schatten und Kühle spendet und im Herbst den Boden mit trockenem Laub bedeckt. Einer der friedlichsten Abschnitte des Tals.

Tipp

Im Herbst rechtfertigt dieser Wald die Reise allein. Und im Sommer ist er auf weiten Teilen der Strecke der einzige verlässliche Schatten.

Alle Etappen sind in der App, mit Karte und Höhenprofil, den Sehenswürdigkeiten samt Tipp und der Möglichkeit, sie für unterwegs ohne Empfang zu speichern.

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